Anna Göldi Stiftung

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Der Anna-Göldi-Stiftungsrat hat kürzlich die 33-jährige ausgewiesene Finanzexpertin Veronika Britt und die 28-jährige Theologin und Journalistin Francesca Trento als neue Mitglieder gewählt. Die Anna-Göldi-Stiftung will sich damit für die Zukunft rüsten und setzt nebst den erfahrenen älteren Mitgliedern auf frische, jugendliche Kräfte.

Veronika Britt
Veronika Britt
Francesca Trento
Francesca Trento

Mit der Ernennung der beiden Frauen setzt die Stiftung ein klares Zeichen in dieser Richtung. Sowohl Veronika Britt als auch Francesca Trento zeichnen sich durch grosses soziales Engagement aus. Die bei der FINMA tätige Veronika Britt verfasste zudem eine Bachelor-Arbeit zur Rehabilitierung von Anna Göldi.

Im weiteren teilt die Anna-Göldi-Stiftung mit, dass der Neustart des Anna Göldi Museums im Jahr 2018 bestens geglückt ist und sich erfreulich viele Gruppen für Museumsführungen angemeldet haben. Auch ein vielfältiges Ausstellungs- und Vortragsprogramm wartet in den nächsten Wochen und Monaten auf die Besucher des Anna Göldi Museums im Hänggiturm in Glarus.

Von der Schliessung des Anna-Göldi-Museums in Mollis Ende März 2015 bis zur Eröffnung des neuen Museums in Ennenda im Sommer 2017 bietet die Anna-Göldi-Stiftung Führungen in Glarus an und organisiert Veranstaltungen sowie Vortragsabende.

Ausgangspunkt der Führungen ist das Gerichtshaus in Glarus, unweit des Ortes, wo Anna Göldi 1782 gefoltert und zum Tod verurteilt wurde.

Dort ist heute auch das 2014 eingeweihte Anna Göldi-Licht-Mahnmal zu besichtigen, dessen Bedeutung im Zusammenhang mit der Rehabilitierung von Anna Göldi erläutert wird. 2008 erklärte der Glarner Landrat die Magd aus Sennwald offiziell für unschuldig. Vom Gerichtshaus geht es weiter zur Asylstrasse, die früher Mördergässli hiess. Dort ist auch Anna Göldi ihren letzten Weg gegangen. Er führt zum einstigen Richtplatz beim Kantonsspital, der den Besuchern ebenfalls gezeigt wird. Auf dem Rückweg kann man noch einen kurzen Abstecher auf das Bürgli machen, einen Hügel, der eine wunderbare Gesamtschau über Glarus erlaubt und von wo aus auch das künftige Anna Göldi-Museum zu erkennen ist.

Dauer der Führung: Ca 1,5 Stunden.

Preis pro Person: 15 Franken. Gruppen unter bis 25 Personen 200 Franken. Melden Sie sich noch heute mit dem Formular dazu an. Oder direkt per mail beim Präsidenten des Stiftungsrats, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Göldi-Stadtführungen ergänzen die erfolgreichen Stadtführungen von kulturaktivGLARUS.

Historische Führungen in Glarus
Historische Führungen in Glarus

«Wir freuen uns über diese Bereicherung im Kulturtourismus und auf die Zusammenarbeit mit der Anna-Göldi-Stiftung», so Stadtführer Kaspar Marti. «Zusammen mit der sommerlichen GL Tour des Hotels Rhodannenberg sind wir nun mit einem breiten Angebot ausgerüstet, das verschiedene Gästegruppen anzieht.»

Die neue Anna-Göldi-Ausstellung im Hänggiturm Glarus/Ennenda stösst auf reges Interesse. Die Verantwortlichen haben bereits die Hälfte der nötigen Mittel mit zugesicherten Beiträgen namhafter nationaler und lokaler Sponsoren beschafft.

Die Öffentlichkeit erfährt 2016 alles über den Projektfortschritt. Der Anna-Göldi-Stiftungsrat hat das Detailprojekt der raumprodukt gmbh für das neue Museum im Hänggiturm Glarus/Ennenda gutgeheissen und den Zwischenbericht des Fachgremiums unter der Leitung des Glarner Kulturchefs Fritz Rigendinger zu den historischen und juristischen Inhalten der Ausstellung genehmigt. Auf finanzieller Ebene hat das Team rund um Projektleiter und Vize-Präsident Peter Bertschinger innert der ersten fünf Monate bereits die Hälfte aller nötigen Mittel beschafft. Wichtige Sponsoren wie die national renommierte Ernst Göhner Stiftung oder die bedeutende Glarner Firma Service 7000 setzen sich mit namhaften Beiträgen für das neue Anna-Göldi-Museum ein. Somit konnte die Detailplanung für die neue Ausstellung ausgelöst werden. Sofern die Finanzierung für die zweite Tranche ebenso erfolgreich verläuft, kann im Sommer 2016 mit der Installation im Hänggiturm begonnen werden. Weitere Gesuche sind bereits eingereicht und in Bearbeitung.

Öffentliche Projektvorstellung

Das zeitintensive und anspruchsvolle Museumsprojekt haben der Anna-Göldi-Stiftungsrat und die raumprodukt GmbH für die Realisierungsphase seriös geplant. Als Termin für die Eröffnung der neuen Ausstellung kristallisiert sich der Anna-Göldi-Gedenktag vom 13. Juni 2017 heraus. Die Öffentlichkeit informieren die Verantwortlichen bereits im Juni 2016 detailliert über den Projektfortschritt im Hänggiturm Glarus/Ennenda. Mit seinem realistischen Zeitplan stellt der Stiftungsrat die inhaltliche und gestalterische Qualität sicher und ermöglicht eine gründliche Auseinandersetzung, die für eine hochwertige Ausstellung von grösster Bedeutung ist.

Anna-Göldi-Führungen in Glarus

Führungen und Vorträge zum Thema Anna Göldi erfreuen sich hoher Beliebtheit. Ausgangspunkt der Führungen ist das Gerichtshaus in Glarus, unweit des Ortes, wo Anna Göldi 1782 gefoltert und zum Tode verurteilt wurde. Seit 2014 erinnern hier ein schlichtes Licht und eine Tafel an das Schicksal der Magd, die als «letzte Hexe» bekannt wurde. Heute gilt Anna Göldi als nationale Symbolfigur für Opfer behördlicher Willkür. Auch kulturaktivGLARUS bietet mit grossem Erfolg Stadtführungen in der kleinsten Hauptstadt der Schweiz an.

Ehrenmitgliedschaft für Elisabeth Kopp

Die Anna Göldi-Stiftung verlieh an ihrer letzten Sitzung alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp die Ehrenmitgliedschaft. Sie gehört der Stiftung seit dem Gründungsjahr 2007 an und hat sich immer wieder für ein starkes Engagement im Bereich Menschenrechte und Rechtsstaat ausgesprochen. Die heute 79-Jährige wurde 1984 als erste Frau in den Bundesrat gewählt. 1988 beendete ein politischer Skandal ihre Amtszeit vorzeitig. Trotz Freispruch wurde Elisabeth Kopp gesellschaftlich und politisch erst zehn Jahre nach ihrem Rücktritt rehabilitiert.

 

Bild: Coralie Wenger, Photograph, Winterthur

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